Exkursion in wissenschaftliche Höhen

Albstadt-Ebingen, 07.03.2018

Ebinger Gymnasiasten forschen auf der Zugspitze

Ebinger Gymnasiasten verbringen zwei Tage und eine Nacht auf der Umweltforschungsstation Schneefernerhaus der Zugspitze, um dort eigene Messungen vorzunehmen.

von Pressemitteilung der Schule  

Zum ersten Mal überhaupt bekamen zwei Schüler die Möglichkeit, zwei Tage und eine Nacht auf der Umweltforschungsstation (UFS) Schneefernerhaus auf der Zugspitze zu verbringen. Unterstützt durch das Schülerforschungszentrum (SFZ) Bad Saulgau und organisiert durch SFZ-Lehrer Reinhard Fritsch, durften Julian Murray und Katharina Biebl vom Gymnasium Ebingen gemeinsam mit ihrem Lehrer auf Exkursion gehen.

Julian Murray und Katharina Biebl beim konzentrierten Arbeiten in der Umweltforschungsstation Schneefernerhaus auf der Zugspitze. Die beiden Ebinger Gymnasiasten hatten die Chance, hier selbst wissenschaftlich mitarbeiten zu können.
Julian Murray und Katharina Biebl beim konzentrierten Arbeiten in der Umweltforschungsstation Schneefernerhaus auf der Zugspitze. Die beiden Ebinger Gymnasiasten hatten die Chance, hier selbst wissenschaftlich mitarbeiten zu können. Foto: Privat

Das Schneefernerhaus wird vom Umweltministerium des Landes Bayern betrieben und liegt als höchste deutsche Forschungsstation auf 2656 Meter. Dass Forschung vor allem anstrengend ist, erfuhr das dreiköpfige Expeditionsteam laut Pressemitteilung des Schülerforschungszentrum zu Beginn seiner Reise, die um fünf Uhr morgens in Oberwaben begann.

Forschung ist anstrengend

Nachdem die Station über verschiedene Gondelfahrten erreicht, das selbst gekochte Mittagessen verspeist und die Sicherheitseinweisungen zu Gas- und Lawinenalarm erledigt waren, begannen die Forschungsarbeiten der beiden Zehntklässler. Die zu Hause vorbereiteten Versuche wurden aufgebaut, um anschließend auf verschiedene Arten mit verschiedenen Softwares die Temperaturen innerhalb, aber vor allem außerhalb der UFS zu messen. Parallel dazu durften Julian Murray und Katharina Biebl die Daten des Deutschen Wetterdienstes einsehen und mit den selbst gemessenen vergleichen. Die Messungen erfolgten dabei nicht einfach mit einem Thermometer, sondern mit Hilfe von Temperaturwiderständen am Mikrokontroller Arduino sowie mit einer speziellen Software. Temperaturunterschiede machten die Nachwuchsforscher mit der Infrarot-Kamera sichtbar. „Es ist toll zu sehen, zu welchen Leistungen Schüler in der Lage sind, wenn sie unmittelbar erfahren dürfen, wozu sie im Alltag lernen müssen“, sagt Reinhard Fritsch.

„Natürlich ist so ein Ausflug auch ein großes Abenteuer, aber eben auch eine sehr effektive Unterrichtseinheit, die lange vor- und nachwirkt.“ So bestand das selbstzubereitete Abendessen auch nicht nur aus allgemeinen Gesprächen, sondern wurde ergänzt durch das Mithören des Zugspitz-Relais und eigenes Anfunken der Frequenz. Nachdem die Messungen der Schüler, die über Nacht liefen, gestartet worden waren, bot sich ihnen noch die einmalige Gelegenheit bei absoluter Dunkelheit den Sternhimmel zu betrachten.

Nach einer kurzen Nacht wurden die Temperaturmessungen mit -15,4 Grad Celsius kurz vor Sonnenaufgang abgeschlossen. Nach einer herzlichen Verabschiedung durch das Forschungsteam fuhr das Expeditionstrio mit Gondel und Zahnradbahn unterirdisch durch den Berg hinab bis zum Eibsee, um auf der Heimfahrt die vielen Eindrücke und Erlebnisse dieser einzigartigen Exkursion zu diskutieren und neue Forschungsideen auszuarbeiten.

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