Okay, auch so kann man ein Pokémon einfangen. Meistens muss man aber sein Smartphone benutzen. Wenn man uniformiert und im Dienst ist, lässt man es aber lieber. Foto: Tolga Akmen/afp
Okay, auch so kann man ein Pokémon einfangen. Meistens muss man aber sein Smartphone benutzen. Wenn man uniformiert und im Dienst ist, lässt man es aber lieber. Foto: Tolga Akmen/afp
Okay, auch so kann man ein Pokémon einfangen. Meistens muss man aber sein Smartphone benutzen. Wenn man uniformiert und im Dienst ist, lässt man es aber lieber. Foto: Tolga Akmen/afp
Okay, auch so kann man ein Pokémon einfangen. Meistens muss man aber sein Smartphone benutzen. Wenn man uniformiert und im Dienst ist, lässt man es aber lieber. Foto: Tolga Akmen/afp

Tübingen, Freitag, 9. Februar 2018

Biotop für Fabelwesen

von MADELEINE WEGNER

Lange, sehr lange hat man wenig von ihnen gehört. Beinahe wollte man glauben, sie hätten sich wieder in jene obskure Ecke verkrochen, aus der sie im Sommer 2016 hervorgeschwemmt wurden. Die Rede ist von Pokémons – beziehungsweise von dem Handyspiel „Pokémon Go“.

Doch einige der Comic-Tierchen haben offenbar ein lauschiges Plätzchen in Tübingen gefunden, der Stadt also, die manche eh für eine Art Biotop halten. Dort ging jüngst ein uniformierter Vollzugsbediensteter auf Pokémon- statt auf Knöllchen-Jagd. Doch hatte der Beamte dabei nicht mit dem strengen Blick von OB Boris Palmer (Grüne) gerechnet. Der ermahnte ihn, das in Uniform zu unterlassen.

Von Palmer wäre nicht bekannt, dass er die Vorliebe für die virtuelle Monster-Jagd teilt. Sein Smartphone nutzt er für andere Dinge. Auch scheint er selbst eher Spiele-Klassiker wie „Gutmensch ärgere dich nicht“, „Ich sehe was, was du nicht siehst“ oder notfalls auch die fast in Vergessenheit geratene, jedoch besonders raffinierte „(Zwick)Mühle“ zu bevorzugen.

Doch wir schweifen ab. Tatsächlich ist es so, dass Landespolizisten der Gebrauch des Spiels im Dienst schlicht nicht erlaubt ist. Außerhalb des Dienstes gilt derweil: „Das Verhalten eines Polizisten muss der Achtung und dem Vertrauen gerecht werden, die ihr Beruf erfordert.“ Ob die Regelung auch für „Pokémon Go“ gelte, werde im Einzelfall geprüft, sagte ein Sprecher des Innenministeriums zu dpa. Zu „Mensch ärgere dich“ et al. äußerte er sich nicht. Madeleine Wegner

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